Unser Körper ist ein wunderbarer Spiegel. Ohne Worte, aber ehrlich, unverblümt und direkt, zeigt er uns, wie es uns wirklich geht. Manchmal deutlicher, als wir es selbst wahrhaben wollen. Hinter jeder Empfindung – sei es eine Verspannung, ein Druck im Bauch oder ein allgemeines Unwohlsein – steckt eine Botschaft. Oft sind es Gefühle, die wir im Alltag lieber wegschieben: Angst, Ärger, Schuld, Traurigkeit. Doch auch wenn wir sie nicht bewusst zulassen, findet der Körper einen Weg, sie uns mitzuteilen.

Du bist nicht dein Körper

Vielleicht hilft dir dieser Gedanke: Du bist nicht dein Körper – du hast einen Körper. Genauso wie du in einem Haus wohnst, ohne das Haus selbst zu sein. Wenn du also Schmerzen oder Spannungen spürst, bedeutet das nicht „Ich bin krank“, sondern: „Mein Körper sendet mir eine Botschaft.“ Allein diese Sichtweise schafft Abstand und gibt dir die Möglichkeit, das Empfinden anders wahrzunehmen – nicht als Bedrohung, sondern als Hinweis.

Was will mir mein Körper sagen?

Nimm dir einmal bewusst Zeit und frage dich: „Was möchte mir dieses Gefühl mit dieser Verspannung zeigen?“ Vielleicht zeigen sich sofort Gedanken oder Bilder. Vielleicht bemerkst du, dass die Spannung in deinem Nacken etwas mit zwischenmenschlichen Spannungen zu tun hat. Dann liegt es an dir, Klarheit zu schaffen, dich abzugrenzen oder inneren Frieden zu finden. Frieden bedeutet dabei nicht, nachzugeben oder deine Wahrheit aufzugeben. Es heisst viel mehr, zu erkennen, was wirklich wichtig ist, um eine bewusste Entscheidung zu treffen: Will ich das so weiterleben – oder darf sich etwas verändern?

 Frieden beginnt in dir

Egal, was im Aussen geschieht: Der wahre Frieden liegt immer in dir selbst. Dein Körper unterstützt dich dabei, ihn zu finden – indem er dich mit seinen Botschaften aufmerksam macht. Höre hin. Vertraue deinem Körper. Er ist nicht dein Gegner, sondern dein Übersetzer, der dir hilft, dich selbst besser zu verstehen.